Wetter Berlin
Das Wetter von Berlin, der weit im Osten Deutschlands gelegenen Millionenstadt, wird vom gemäßigten Kontinentalklima bestimmt, wobei zeitweise auch Einflüsse des Seeklimas das aktuelle Berliner Wetter deutlich prägen können. Bei Westwind können starke Winde auftreten; besonders dann ist der Ort gut durchlüftet und die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht, Innenstadt und Außenbezirken sind dann gering. Berlin ist kürzlich zum wärmsten Ort Deutschlands erklärt worden, was nicht zuletzt am deutlich wärmer gewordenen Sommerwetter mit längeren Hitzephasen geschuldet ist. Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt in Berlin bei etwas über neun Grad Celsius, wobei der Januar der kälteste Monat (durchschnittlich minus 0,6 Grad) und der Juli der wärmste Monat (durchschnittlich 18 Grad) ist.
Der Niederschlag verteilt sich verhältnismäßig gleichmäßig; von den durchschnittlich 580 mm Regenmenge im Jahr fällt das meiste in den oft regnerischen Monaten November, Dezember und Januar; das trockenste Wetter fällt in Berlin meist auf das Frühjahr, doch kann auch der Altweibersommer sonnig und trocken sein. Aufgrund der sich abzeichnenden Klimaverschiebung deutet sich an, dass die Wasserknappheit der Region sich in den nächsten Jahren noch verstärken wird. Der überwiegende Teil des Niederschlages, der zumeist von Nordwesten, aber auch von Südwesten her die Stadt erreicht, regnet sich vorher über der norddeutschen Tiefebene oder an den Mittelgebirgen Harz und Thüringer Wald ab, so dass auch bei Westwinden in Berlin das Wetter trocken bleibt. Ost- und Südostwinde sind in Berlin ohnehin meist niederschlagsfrei.
Berlin kennt, besonders bei stabilen Hochdrucklagen, jedoch auch lang anhaltendes kaltes Winterwetter - dann bringt der Ostwind sibirische Kälte ungebremst heran - sowie Hitzeperioden während der Frühsommer- und Sommermonate. Die Innenstadt meldet aufgrund der dichten Bebauung und der Wärme speichernden Wirkung von Häusern und Straßen dabei deutlich mehr Tropennächte mit Temperaturen nicht unter 20 Grad Celsius als die Außenbezirke. Trotz der kühlend und ausgleichend wirkenden - teils sogar innerstädtischen - Kälteinseln Tiergarten, ehemaliger Flughafen Tempelhof, Tegeler Forst und Grunewald können bei solchem Wetter die nächtlichen Temperaturunterschiede zwischen Innenstadt und Randbezirken mehr als zehn Grad betragen.